Abtei Oberschoenenfeld
Nicht im Begreifen liegt die Frucht, sondern im Ergriffensein.
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Ordensgeschichte Äbtissin Gemeinschaft Spiritualität
Gebet Tagesablauf Wege ins Kloster

"Höre auf die Lehre des Meisters und neige das Ohr deines Herzens."
Aus der Benediktusregel, RB Pr.1

Fresco im Nonnenchor (Johann Joseph Anton Huber 1737-1815)
Fresco im Nonnenchor (Johann Joseph Anton Huber 1737-1815)

Das erste Wort der Regel Benedikts ist "Höre!" Das Hören ist die Grundvoraussetzung, sich auf Gottes Wort einzulassen.

Dies gilt sowohl für jede einzelne Schwester wie für die gesamte Gemeinschaft.

Die ersten Zisterzienser strebten vor allem danach, zum Ursprung, zur Quelle, zur Einfachheit zurückzufinden. Dies zeigte sich nicht nur im Baustil, sondern auch in der Liturgie und im ganzen Leben der Mönche. Geprägt wurde die zisterziensische Spiritualität vor allem durch Bernhard von Clairvaux (1090-1153). Er lebte aus seiner Liebe zu Gott, der in Jesus Mensch und so einer von uns geworden ist. Der leidende Christus war seine Lebensphilosophie. Lebensweisheit und -kraft schöpfte er aus der Heiligen Schrift und aus seiner tiefen Zuneigung zu Maria.

"Wenn du klug bist, mach dich selbst zu einem Wasserbecken
und nicht zu einer Abflussleitung.
Diese empfängt und vergießt das Wasser nämlich beinahe gleichzeitig.
Ein Wasserbecken dagegen wartet, bis es ganz voll ist:
und so gibt es weiter, wovon es überfließt,
ohne selbst etwas einzubüßen."
Bernhard von Clairvaux


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"Erst dann sind sie wahre Mönche, wenn sie von ihrer Hände Arbeit leben."
Aus der Benediktusregel, RB 48,8

Die körperliche Arbeit ist ein Wesenselement der Zisterzienser-Spiritualität.

Gebet und Arbeit stehen nicht im Gegensatz, sondern sind ineinander verflochten, so dass die Arbeit vom Gebet her bewältigt und das Gebet von der Arbeit befruchtet wird. So wird auch die Arbeit zum Gebet. Gott lädt uns ein, an seiner Schöpfung mitzuwirken, und wir wissen uns als seine Werkzeuge. Dabei bringen wir unsere Talente und Fähigkeiten in die Gemeinschaft ein; ja, oft entdecken wir auch Talente in uns, die uns vorher verborgen waren. Doch sind Werte wie Leistung und Ansehen durch Arbeit nicht mehr Maßstab für unser Selbstwertgefühl; vielmehr kann auch die Arbeit, die nicht unseren eigenen Wünschen entspringt, die mühsame und harte Arbeit sinnvoll erfahren werden. Sie bewahrt in uns den Wirklichkeitssinn und die Solidarität mit allen Menschen, die im Schweiße ihres Angesichts ihr tägliches Brot verdienen.

Die Vielfalt der Arbeit im Kloster lässt sich in den verschiedensten Arbeitsbereichen erkennen, z. B. in der Kirche, an der Pforte, bei den Gästen, im Kloster- und Brotladen, in der Brotbäckerei, in der Paramentenstickerei, bei den kranken Mitschwestern, in der Küche, der Schneiderei, der Wäscherei und im Garten.


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